Nach meinem Heizcheck kann der Winter kommen

von Judith Wehr

Auf was kommt es an? Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, Ihren Verbrauch an Heizenergie zu senken.

Raumtemperatur prüfen

Viele Räume sind überheizt. Jedes Grad weniger Raumtemperatur reduziert den Energieverbrauch um 6%. Wenn Sie also Ihr Wohnzimmer auf 20 statt auf 24 Grad heizen, verringern Sie Ihren Energieverbrauch um fast 1/4. Generell heißt es, die Raumtemperatur in Wohnräumen sollte bei 19-22°C, in Schlafräumen bei 16-18°C und in Badräumen  bei 22-24°C liegen.

Thermostatventile überprüfen

Ein Thermostatventil reguliert den Wärmenachschub durch den Heizkörper so, dass die Raumtemperatur der Einstellung entspricht. Sinkt die Raumtemperatur unter den gewünschten Wert, öffnet sich das Ventil, damit die Warmwasserzufuhr zum Heizkörper so viel erhöht wird wie das für die gewünschte Raumtemperatur erforderlich ist. Steigt dagegen die Raumtemperatur, etwa weil gerade die Sonne scheint, schließt das Ventil, so dass die Warmwasserzufuhr unterbrochen wird.
Sie können die Temperatur, die Sie im Raum haben möchten, entweder per Hand durch Drehen des Thermostatkopfs einstellen oder bei elektronischen Thermostatventilen bequem einprogrammieren. Elektronische Thermostatventile haben zudem den Vorteil, dass man eine bestimmte Temperatur stundengenau programmieren kann. So wird z.B. verhindert, dass die Heizung unnötigerweise nachts läuft.

Heizkörper entlüften

Ein gluckerndes Geräusch im Heizkörper ist ein sicheres Anzeichen, dass Luft in der Anlage befindet und diese entlüftet werden muss. Luft im Heizkörper kann bis zu 10% teurere Heizkosten verursachen. Mit einem Entlüftungsschlüssel können Sie das Entlüftungsventil öffnen, die überschüssige Luft so lange entweichen lassen, bis warmes Wassers nachfließt. Dann ist der Heizkörper wieder optimal eingestellt.

Schalten Sie auf Durchzug

10-20% der Heizenergie gehen bei einer normal gedämmten Wohnung beim Lüften verloren. Wer das  Fenster den ganzen Tag gekippt hat, verbraucht nicht nur sehr viel mehr Energie, sondern schmeißt buchstäblich Geld aus dem Fenster. Eine 5-minütige Stoßlüftung ist sehr viel energiebewusster und ein kurzer Durchzug ermöglicht einen schnellen Luftaustausch. Heizkörper beim Lüften ausschalten!

Halten Sie Fenster und Türen dicht

Undichte Fenster und Türen treiben die Heizungskosten unnötig in die Höhe. Im Baumarkt finden Sie Dichtungen Diese sind ganz einfach anzubringen. Unter der Wohnungstür kann eine Dichtungsbürste angebracht werden, die an der Unterkante der Tür angeschraubt wird.

Machen Sie nachts die Schotten dicht

Fenster haben nicht die Isolationswirkung einer Wand. Deshalb ist es sinnvoll, Rollläden nach Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen. So lassen sich die Wärmeverluste durch Fenster stark reduzieren.

Hinter der Heizung dämmen 

Besonders bei dünnen Wänden geht viel Heizenergie verloren. Hier lohnt es sich, einen Wärmeschutz direkt hinter dem Heizkörper anzubringen. Baumärkte bieten dünne, flexible Dämmmaterialien, die  oft mit einer Aluminiumschicht bedeckt sind. Diese hat den Vorteil, dass die Wärmestrahlung reflektiert wird.  Wer mehr Platz hat oder den Heizkörper abbauen kann, sollte Hart­schaumplatten einsetzen, die möglichst dick sind. Darüber hinaus gibt es auch Gips­karton­verbund­platten mit aufgeklebter Hart­schaumplatte. Achten Sie aber darauf, dass zwischen Heizkörper und Dämm­schicht ausreichend Platz ist, damit die warme Luft ungehindert aufsteigen kann. Achten Sie zudem darauf, dass keine Gegenstände, wie Sofas, Vorhänge etc. vor den Heizkörpern stehen und diese verdecken.

Möchten Sie mehr Information darüber, wo und wie Sie Energie und CO2 einsparen können? Die Kampagne Klima sucht Schutz, die vom Umweltministerium gefördert ist, bietet verschiedene Energiespar-Ratgeber an. Die Seite informiert auch über staatliche Förderprogramme für geplante Modernisierungsmaßnahmen.

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Mach dich grün - Tipps für den Alltag

Nach meinem Heizcheck kann der Winter kommen

Wussten Sie, dass gut 2/3 aller Wohnungen eine verbesserte Wärmedämmung und ein effektiveres Heizsystem benötigen? Für Hausbesitzer lohnt es sich, hier Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen, um herauszufinden, welche Maßnahme bei ihrem Eigenheim am sinnvollsten ist. Aber nicht nur Hausbesitzer, sondern auch  Mieter können durch effizientes Heizen viel Geld und Energie sparen. Dies wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus.

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Mit dem Rad unterwegs ist gut für die Figur und gut für´s Klima

Statistisch gesehen sind 30% aller Autofahrten kürzer als 2 km und 55% der Fahrten kürzer als 5km. Laut Bundesumweltamt trägt der Verkehr - und hier insbesondere der Straßenverkehr - mit 25% zu den CO₂-Emissionen in Deutschland bei. Dies ist eine ganze Menge und daher macht es Sinn, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen.

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Teilen statt Shoppen

Wie viele funktionsfähige Gebrauchsgegenstände haben Sie Zuhause, die Sie nicht  mehr benutzen? Nach einer Studie, die von ebay in Auftrag gegeben wurde, werden in deutschen Haushalten Gebrauchsgüter mit einem durchschnittlichen Wert von 1013 € aufbewahrt.

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